GÜTEKLASSEN

Deutscher Wein Güteklassen

 

Wein_Nahe

 

In unserem Weingut an der Nahe produzieren wir ausschließlich Weine der Güteklassen Qualitätsweine b.A. und Prädikatsweine.

 

Deutscher Landwein 

zählt zu den Weinen mit einer geschützten geografischen Angabe. Er ist ein umkomplizierter Wein, der typisch seine Region ist. Landwein wird überwiegend in der trockenen oder halbtrockenen Geschmacksrichtung angeboten.

 

Deutscher Wein“ 

ohne Herkunftsbezeichnung ersetzt seit der EU-Weinrechtsänderung vom 1. August 2009 den Begriff „Tafelwein“. Bei Weinen dieser Güteklasse dürfen neuerdings auch der Jahrgang sowie ausgewählte Rebsorten auf dem Etikett angegeben werden. Die Qualitätsanforderungen sind jedoch niedriger als die von Qualitäts- und Prädikatsweinen, es erfolgt nur eine chemisch-analytische Kontrolle.

Deutscher Wein muss ausschließlich aus heimischem Lesegut von zugelassenen Rebflächen und Rebsorten stammen. Hierzulande werden im Vergleich zu anderen Weinbaunationen nur geringe Mengen dieser Güteklasse erzeugt.

 

Qualitätswein

muss zu 100% aus einem der 13 deutschen Anbaugebiete stammen und die amtliche Qualitätsweinprüfung bestanden haben, die eine sensorische und analytische Kontrolle des Weins beinhaltet. Für jeden Qualitätswein sind, unterschiedlich nach Rebsorte und Anbaugebiet, untere Grenzwerte beim natürlichen Alkoholgehalt festgelegt. Das sogenannte Mindestmostgewicht liegt je nach Gebiet zwischen 50 und 72 Grad Oechsle. Qualitätsweine dürfen ebenso wie Landweine oder „Deutscher Wein“ vor der Gärung mit einer gesetzlich begrenzten Menge an Zucker angereichert (chaptalisiert) werden, um den Alkoholgehalt des Weines etwas zu erhöhen. 

Die Bezeichnung „Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete“ (Q.b.A) unterliegt strengen gesetzlichen Vorgaben. Die gekelterten Trauben müssen zu 100 Prozent aus einem der 13 deutschen Weinbaugebiete stammen. Ein rebsortenreiner Qualitätswein muss zudem typisch für die jeweilige Rebsorte sein. Eine sensorische und eine analytische Prüfung sind verpflichtend und werden durch die amtliche Prüfnummer auf dem Etikett bestätigt. Wird auf dem Etikett eine bestimmte Lage angegeben, müssen 85 Prozent der Trauben von dort stammen. 

 

Prädikatswein

"Prädikatswein" ist die höchste Qualitätsstufe für deutschen Wein. 

Für jeden Prädikatswein gilt: Es dürfen nur Trauben aus einer Rebsorte aus einem einzigen Anbaugebiet gekeltert werden.

In diesem Gebiet muss auch die Verarbeitung erfolgen. Eine Anreicherung mit Zucker oder Most ist nicht erlaubt, eine amtliche Qualitätsprüfung obligatorisch.

Es gibt sechs verschiedene Prädikate, wiederum mit unterschiedlichen Mindestmostgewichten je nach Rebsorte und Anbaugebiet.

Dabei gelten in südlicheren Anbaugebieten meist höhere Anforderungen.

 

Die Prädikate in aufsteigender Reihenfolge:

Kabinett: feine, leichte Weine aus reifen Trauben mit geringem Alkoholgehalt, Mindestmostgewicht 70°-80°Oechsle

Spätlese: reife, elegante Weine mit feiner Frucht, die etwas später geerntet werden, Mindestmostgewicht 80°-95°Oechsle

Auslese: edle Weine aus ausgesuchten, vollreifen Trauben, die durch Edelfäule konzentriert sein können, unreife Beeren werden ausgesondert, Mindestmostgewicht 88°-105°Oechsle

Beerenauslese: volle fruchtige Weine aus überreifen, edelfaulen Beeren, Mindestmostgewicht 110°-128°Oechsle

Trockenbeerenauslese: aus rosinenartig eingeschrumpften, edelfaulen Beeren ist die Trockenbeerenauslese die Spitze der Qualitätspyramide, süß und honigartig hat sie eine extreme Alterungsfähigkeit von Jahrzehnten, Mindestmostgewicht 150°-154°Oechsle. Solche Weine können nicht in jedem Weinjahrgang geerntet werden.

Eiswein: aus Trauben, die in gefrorenem Zustand unter minus 7 Grad Celsius gelesen und gefroren gekeltert werden, so dass nur das Frucht-Konzentrat ausgepresst wird. Das Mindestmostgewicht entspricht dem einer Beerenauslese, 110°-128°Oechsle.